May 3, 2020 / 2:31 AM / a month ago

VIRUS-TICKER-Medien - Gutverdiener verschulden sich stärker in Corona-Pandemie

03. Mai (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

04.20 Uhr - Aufgrund der Corona-Krise steigt einem Medienbericht zufolge die Verschuldung vieler Deutscher. Verbraucher, die im März einen Kredit über die Vergleichsplattform Verivox abgeschlossen haben, nahmen im Schnitt 15.676 Euro auf, wie “Welt am Sonntag” berichtet. Im Februar – vor Ausbruch der Krise – lag der durchschnittliche Kreditbetrag noch bei 14.588 Euro. Damit stieg das Kreditvolumen binnen eines Monats um 7,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat fällt der Anstieg sogar noch deutlicher aus: elf Prozent. Der durchschnittliche Kreditbetrag stieg dabei in allen Einkommensgruppen. Vor allem aber bei Menschen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 5000 Euro. Sie liehen sich im Schnitt 26.864 Euro, der Anstieg betrug 40 Prozent. Bei Kunden, die 4000 bis 5000 Euro im Monat zur Verfügung haben, legte die Verschuldung um 17 Prozent zu. Kreditnehmer mit einem Nettoeinkommen zwischen 1000 und 2000 Euro liehen sich im März 2020 durchschnittlich 12.086 Euro: 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

03.50 Uhr - China meldet zwei neue Coronavirus-Fälle nach nur einem am Tag zuvor. Laut Angaben der nationalen Gesundheitskommission trat die Krankheit sowohl bei einem Einreisenden als auch bei einem Einheimischen auf. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen beläuft sich damit auf 82.877. Die Zahl der Todesopfer stagniert bei 4633.

02.40 Uhr - Außenminister Heiko Maas Bundesaußenminister Heiko Maas bekräftigt seine Warnung vor einer voreiligen Wiederaufnahme des Reiseverkehrs. “Wenn Leute nicht nur wieder ins Ausland fliegen können, sondern auch mit hinreichender Sicherheit zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren”, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der “Funke Mediengruppe”. “Es darf dabei aber keine Schnellschüsse geben. Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen.” Maas stellte aber in Aussicht, die Reisewarnung für einige Länder schneller zurückzunehmen als für andere. Manche Staaten ‘konnten den Ausbruch früh durch drastische Maßnahmen eindämmen und fürchten, sich das Virus wieder ins Land zu holen, wenn sie die Grenzen öffnen’, sagte er. “Auch deshalb will ich nicht ausschließen, dass es zu differenzierten Lösungen kommt.” Die Grenzen in Europa dürften ‘keinen Tag länger als nötig’ geschlossen bleiben, betonte Maas.

02.20 Uhr - In Mexiko ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 1349 auf 22.088 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 89 auf 2061.

01.00 Uhr - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat ich gegen eine vorschnelle Wiederaufnahme des Reisebetriebes zwischen Deutschland und Österreich ausgesprochen. “Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssen auch wir uns mit unseren Reiseplänen beschränken – so verständlich der Wunsch für die Menschen und die Tourismusbranche auch ist. Der Infektionsschutz gibt da den Zeitplan vor”, sagte Seehofer zu “Bild am Sonntag”. Ob und wann wieder Urlaub gemacht werden könne, hänge vom Infektionsgeschehen ab. “Niemand will die Bewegungsfreiheit der Bürger länger einschränken als unbedingt nötig. Aber leichtsinnige Öffnungen, die später in Gestalt erhöhter Ansteckungszahlen zurückschlagen, helfen niemandem.” Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hält eine baldige Öffnung der Grenzen zu Deutschland für möglich. Sein Land hofft auf deutsche Touristen spätestens in den Sommerferien.

00.40 Uhr - In Brasilien ist die Zahl der Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 4970 auf 95.559 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium des Landes mit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 421 auf 6750.

00.26 Uhr - Die SPD kann in der Wählergunst nicht von ihrem Krisenmanagement in der Coronavirus-Pandemie profitieren. Im Sonntagstrend, den das Umfrageinstitut Kantar für “Bild am Sonntag” erhebt, verlieren die Sozialdemokraten einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche und kommen nun auf 15 Prozent. Sie sind damit wieder gleichauf mit den Grünen, die ebenfalls bei 15 Prozent landen. Die Union verliert zwar einen Prozentpunkt, ist aber trotzdem klar stärkste Partei. Sie kommt auf 37 Prozent und liegt damit 22 Prozentpunkte vor ihrem Koalitionspartner. Die AfD setzt ihren Erholungskurs fort und kommt nun auf zwölf Prozent (plus ein Prozentpunkt), die Linkspartei bleibt bei neun Prozent, die FDP liegt stabil bei sechs Prozent.

00.00 Uhr - Die Bundesregierung rechnet nicht mit Zuschüssen zur Bundesagentur für Arbeit trotz rund zehn Millionen angemeldeter Kurzarbeiter. “Aus der Finanzkrise wissen wir, dass nur ein Teil der zur Kurzarbeit Angemeldeten diese dann auch wirklich in Anspruch nimmt”, sagt Kanzleramtsminister Helge Braun der “Welt am Sonntag”. Die Regierung könne zwar nicht ausschließen, dass die Rücklagen der Bundesagentur in diesem Jahr aufgebraucht werden. “Aber noch habe ich den Optimismus, dass sie reichen.” (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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