April 25, 2020 / 11:18 AM / a month ago

VIRUS-TICKER-Merkel dringt bei neuen EU-Ausgaben auf Zukunftsorientierung

25. Apr (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

11.55 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert im Zusammenhang mit dem geplanten EU-Wiederaufbaufonds, dass dessen Ausgaben für Zukunftsaufgaben verwendet werden. Dieser Fonds müsse eng mit dem nächsten EU-Finanzrahmen bis 2027 abgestimmt werden. “Wir wollen das, damit wir auch in die Zukunft investieren können, und das heißt in den Klimaschutz ..., in die Digitalisierung und auch in strategische Fähigkeiten, die Europa braucht.” Ziel müsse es dabei sein, dass die EU etwa in der Maskenproduktion “nicht nur von Ländern außerhalb der Europäischen Union abhängig” ist. Deutschland werde sich beim EU-Haushalt “sehr viel mehr engagieren müssen”, als das in den bisherigen Planungen der Fall gewesen sei, betont die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Podcast.

11.45 Uhr - Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es bislang keine Belege dafür, dass genesene Covid-19-Patienten mit Antikörpern vor einer zweiten Coronavirus-Infektion geschützt sind.

11.03 Uhr - Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi teilt mit, dass sie Passagierflügen bis zum 15. Mai aussetzt. Ursprünglich wollte die Airline ab dem 1. Mai solche Flüge teilweise wieder aufnehmen.

09.30 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 2055 auf 152.438 gestiegen. Zudem seien weitere 179 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 5500. Etwa 109.800 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 3000 im Vergleich zum Vortag.

07.30 Uhr - In Usbekistan dürfen bestimmte Geschäfte und Branchen, die wochenlang schließen mussten, heute wieder öffnen. Dazu zählen etwa Einzelhändler, die Baumaterialen, Autoteile oder Saatgut anbieten, aber auch Reinigungen, Versicherer und Notare, wie die staatliche Nachrichtenagentur Uza meldet. Die Regierung hat zudem angekündigt, schrittweise bald auch Abstandsregeln und andere Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus zu lockern. Die Corona-Fallzahlen waren bis Mitte April in Usbekistan angestiegen, zuletzt wurde aber ein Rückgang bei Neuinfektionen ausgemacht. Offiziell wurden bislang 1804 Fälle bestätigt, acht Menschen starben. 621 haben sich erholt.

05.32 Uhr - Auf einem in Japan ankernden italienischen Kreuzfahrtschiff wurden Medienberichten zufolge weitere 57 Besatzungsmitglieder positiv auf das Corona-Virus getestet. Damit sind rund ein Viertel der 623 Crew-Mitglieder infiziert, berichtet der Sender NHK. Das Schiff liegt seit Februar zur Reparatur und Wartung in Japan, nachdem die Pandemie eine planmäßige Überprüfung in China verhindert hatte. Die Behörden von Nagasaki hatten das Schiff bei der Ankunft unter Quarantäne gestellt.

03.29 Uhr - China meldet für Freitag zwölf neue Coronavirus-Infektionen. Das seien doppelt so viele wie am Vortag, wie aus Daten der Nationalen Gesundheitskommission am Samstag hervorgeht. Von den neuen Fällen seien elf importiert worden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle in China beträgt nunmehr 82.816. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 4632 unverändert.

02.28 Uhr - Der Autobauer Volkswagen wird wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie den Betrieb an zwei Produktionsstandorten in Mexiko bis mindestens 18. Mai aussetzen. Das gab es Unternehmen am Freitag (Ortszeit) in Mexiko bekannt. VW macht nicht nur eine sinkende Nachfrage, sondern auch eine gestörte Lieferkette zu schaffen.

01.05 Uhr - Großbritannien will herauszufinden, ob das Blutplasma von geheilten Covid-19-Patienten einen erfolgversprechenden Therapieansatz bildet. Bis zu 5000 schwerkranke Patienten mit Covid-19 könnten bald wöchentlich mit Plasma als Teil eines neuen Ansatzes zur Behandlung des Virus behandelt werden, teilt das Gesundheitsministerium in London mit. “Ich habe die Hoffnung, dass diese Behandlung ein wichtiger Meilenstein in unserem Kampf gegen diese Krankheit sein wird”, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock. Sogenanntes Rekonvaleszenzplasma wurde während des Sars-Ausbruchs 2002 bis 2004 als wirksame Behandlung eingesetzt. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168.)

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