May 11, 2020 / 10:03 AM / 19 days ago

VIRUS-TICKER-Russland meldet wieder Rekordanstieg bei Neuinfektionen

11. Mai (Reuters) - Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

11.06 Uhr - Russland meldet mit 11.656 Neuinfektionen erneut einen neuen Höchstwert. Damit stieg die Zahl der nachweislichen Ansteckungen auf 221.344. Seit Tagen legen die Infektionen in Russland um mehr als 10.000 zu. Die Behörden führen dies auch auf ein verstärktes Testprogramm zurück. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 94 auf 2009.

10.05 Uhr - Die österreichische Regierung will der heimischen Gastronomie mit Steuererleichterungen durch die Coronakrise helfen. So soll etwa die Umsatzsteuer auf nicht-alkoholische Getränke gesenkt werden, sagt Kanzler Sebastian Kurz. Insgesamt werde für die Gaststätten ein 500 Millionen Euro schweres Hilfspaket geschnürt. In Österreich darf die Gastronomie ab dem 15. Mai unter Auflagen wieder öffnen.

09.58 Uhr - Die aller Voraussicht nach deutlich sinkenden Steuereinnahmen sollten die Regierung laut Industrieverband BDI nicht zu Steuererhöhungen verleiten. “Die finanzpolitischen Spielräume werden ab sofort deutlich enger – und das dicke Ende kommt erst noch”, sagt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. “Dennoch wäre es absolut falsch, jetzt zu versuchen, Staatseinnahmen über höhere Steuern auszugleichen. Damit würde wirtschaftliche Aktivität gestoppt, anstatt sie anzukurbeln.” So könne der Wiederaufbau nach der Corona-Krise nicht gelingen.

09.51 Uhr - Die spanische Regierung fordert eine gemeinsame Reaktion der EU auf die Airline-Krise in der Coronavirus-Pandemie. “Wir unterstützen nachdrücklich, dass es eine europäische Antwort gibt”, sagt Wirtschaftsministerin Nadia Calvino in einem Interview mit Bloomberg TV. “Große Fluggesellschaften sind europäische Fluggesellschaften.” Sie verwies darauf, dass die Regierungen in Europa gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Fluggesellschaften garantieren sollten.

09.40 Uhr - Zu Beginn der schrittweisen Lockerungen nach rund acht Wochen Lockdown in Frankreich mahnt Gesundheitsminister Olivier Veran zur Vorsicht. Sollten die Virus-Infektionen wieder stark zunehmen, werde die Regierung erneut Sperrmaßnahmen ergreifen, sagt Veran dem TV-Sender BFM-Fernsehen. Von der jüngsten Entdeckung neuer Infektionsherde im Land sei er nicht überrascht. Dies zeige, dass man mit dem Virus leben müsse. “Je wachsamer wir alle zusammen sind, desto weniger Cluster werden wir haben”, sagt Veran.

06.35 Uhr - Neuseeland lockert die meisten Beschränkungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. Ab Donnerstag dürfen Restaurants, Cafés, Kinos und Einkaufszentren wieder öffnen, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ankündigt. Auch Reisen innerhalb des Landes seien dann wieder erlaubt. Die Schulen sollen ab nächsten Montag wieder öffnen, Bars erst am 21. Mai. Versammlungen würden auf maximal zehn Personen beschränkt.

04.47 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet in Deutschland 357 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 169.575. Die Zahl der Toten wächst um 22 auf 7417. Nach Angaben des RKI sind rund 145.600 Menschen inzwischen genesen, das sind etwa 1300 mehr als am Vortag.

04.29 Uhr - Tunesien verzeichnet zum ersten Mal seit Anfang März null neue Coronavirus-Fälle. Das Land hat in der vergangenen Woche mit der schrittweisen Öffnung im Bausektor und in der Lebensmittelbranche begonnen. Einkaufszentren, Bekleidungsgeschäfte und Friseure sollen am Montag folgen. Die Regierung in Tunis geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes infolge der Pandemie um bis zu 4,3 Prozent schrumpfen wird, was den stärksten Rückgang seit der Unabhängigkeit im Jahr 1956 darstellen würde. Im wichtigen Tourismussektor stehen aufgrund von Einbußen in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar rund 400.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

03.44 Uhr - China meldet 17 Neuinfektionen. Das entsprich dem höchsten Anstieg seit dem 28. April. Von den offiziell gemeldeten neuen Fällen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitskommission bei sieben in der Inneren Mongolei um importierte Fälle. Wuhan, das Epizentrum des Ausbruchs in China, bestätigt fünf neue lokal übertragene COVID-19-Erkrankungen, den höchsten Stand seit dem 11. März. Alle stammen aus der gleichen Wohnanlage in der Stadt. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt nach Regierungsangaben nun bei 82.918 und die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4633.

02.07 Uhr - Eine europäische Studie will eine Erklärung gefunden haben, warum Männer anfälliger für COVID-19 sind. Die Ergebnisse, die im European Heart Journal veröffentlicht sind, zeigten, dass das Blut von Männern im Vergleich zu Frauen einen höheren Wert eines Schlüsselenzyms namens ACE2 aufweist. Laut dem Bericht benötige das Coronavirus ACE2, um in Zellen einzudringen, sich zu vervielfältigen und in die Lunge überzugehen. Medikamente, die als ACE-Hemmer oder Blocker bei Herzinsuffizienz, Diabetes oder Nierenerkrankungen verschrieben werden, würden laut der Testreihe nicht zu höheren ACE2-Konzentrationen führen. Daher würden Patienten, die auf entsprechende Medikamente angewiesen sind, kein höheres Risiko für eine COVID-19-Erkrankung in sich tragen.

01.34 Uhr - Die Regierung in Japan will einem Zeitungsbericht zufolge ein zweites Hilfspaket zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie finanzieren. Noch in der andauernden Sitzungsperiode bis zum 17. Juni soll der zweite Nachtragshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet werden, berichtet die nationale Tageszeitung “Nikkei” ohne Angabe von Quellen.

00.37 Uhr - US-Vizepräsident Mike Pence begibt sich in häusliche Isolation, nachdem bei einem Berater des Weißen Hauses das Coronavirus diagnostiziert wurde, twittert ein Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg. Pence habe wiederholt negativ auf COVID-19 getestet, auch am Sonntag, ist in dem Tweet weiter zu lesen. Das Weiße Haus reagiert nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

00.20 Uhr - Die Zahl der Virus-Toten in den USA steigt nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC um 1737 auf 78.771. Die Zahl der neu auf Covid-19 getesteten Personen steigt um 26.660 auf 1.300.696. Die Zahlen seien aber vorläufig und nicht von den einzelnen Bundesstaaten bestätigt, erklärt die CDC. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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