April 29, 2020 / 7:20 AM / a month ago

FIRMEN-BLICK-AstraZeneca hält trotz Coronakrise an Ausblick fest

29. Apr (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

ASTRAZENECA - London: Der britische Pharmariese hat seinen Ausblick trotz der Coronavirus-Pandemie bestätigt. Es werde 2020 mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Prozentbereich gerechnet, teilte das Unternehmen mit, das derzeit zwei seiner Mittel für die Behandlung von Covid-19-Patienten testet. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse um 16 Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie legte um 27 Prozent auf 0,59 Dollar zu.

REMY COINTREAU - Paris: Der Spirituosenhersteller erwartet in dem im April gestarteten ersten Quartal wegen der Coronakrise einen Umsatzrückgang um 50 bis 55 Prozent. Eine “sehr allmähliche” Erholung dürfte im zweiten Quartal erfolgen. In den vergangenen Tagen habe der Konzern seine französischen Produktionsstätten in Cognac und Angers wiedereröffnet. Wegen der Coronavirus-Krise war der Umsatz im Bilanzjahr 2019/20 nach ersten Berechnungen um neun Prozent auf 1,025 Milliarden Euro gesunken. Der flächenbereinigte Betriebsgewinn dürfte um 25 Prozent gesunken sein.

KRONES - München: Der Getränke-Abfüllanlagen-Hersteller spürt die Coronakrise bereits bei den Aufträgen. Der Ordereingang sei im ersten Quartal um 19 Prozent auf 841 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Krones mit. Einige Kunden hätten zudem gebeten, die Anlagen später zu liefern. Der Umsatz lag von Januar bis März mit 942 Millionen Euro um vier Prozent unter Vorjahr. Der Nettogewinn stieg aber wegen der bereits vor der Krise eingeleiteten Sparmaßnahmen um knapp acht Prozent auf 39,1 Millionen Euro. Eine Prognose für 2020 sei weiterhin nicht möglich.

FIELMANN - Düsseldorf: Die behördlich verordneten Geschäftsschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Optikerkette zugesetzt. Nach einem guten Start in den ersten beiden Monaten sank der Umsatz im ersten Quartal auf 355,3 (Vorjahr: 371,8) Millionen Euro. Der Überschuss brach auf 11,8 (46,9) Millionen Euro ein. Die noch bestehenden und zu erwartenden Geschäftseinschränkungen seien in ihren negativen Auswirkungen auf Absatz, Umsatz und Gewinn nicht kalkulierbar, eine Prognose daher nicht möglich.

AMS - München: Der österreichische Sensorspezialist trotzt der Coronakrise und sieht die Übernahme des deutschen Lichttechnikkonzerns Osram auf einem guten Weg. Dank florierender Geschäfte mit Smartphone-Komponenten stiegen Umsatz und Betriebsgewinn von AMS im ersten Quartal im Rahmen der eigenen Prognose. Der Umsatz legte um 32 Prozent auf 501 Millionen Dollar zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 101 Millionen Dollar von 23 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. AMS bekräftigte die Erwartung, bis Ende Juni die Zustimmung der Kartellbehörden für die Osram-Übernahme zu erhalten.

STANDARD CHARTERED - London/Hongkong: Die britische Großbank schlägt sich in der Corona-Krise besser als viele Konkurrenten. Der Gewinn vor Steuern fiel im ersten Quartal um zwölf Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar, wie Standard Chartered mitteilte. Das hauptsächlich in Asien, Afrika und dem Nahen Osten aktive Geldhaus stockte die Rückstellungen für Kreditausfälle per Ende März auf 6,2 Milliarden Dollar auf von 5,8 Milliarden Ende Dezember.

AMC ENTERTAINMENT - Bangalore: Der weltgrößte Kinobetreiber wird in seinen Kinos Filme der Universal Studios nicht mehr aufführen. “AMC ist der Ansicht, dass Universal mit dem Plan, gleichzeitig über Streaming-Plattformen und in die Kinos zu gehen, das Geschäftsmodell und den Vertrag mit uns bricht”, sagte Adam Aron, Geschäftsführer von AMC, in einem Brief an die Vorsitzende der Universal Studios, Donna Langley. Universal sei von der Entscheidung enttäuscht und bezeichnete diese als einen Versuch, “unsere Position und unser Handeln zu überdenken”. “Wir glauben absolut an die Theatererfahrung und haben keine gegenteiligen Aussagen gemacht. Wie wir bereits gesagt haben, gehen wir davon aus, zukünftige Filme direkt in die Kinos zu bringen, sowie auf Premium-Video on Demand (PVOD), wenn diese Vertriebsform sinnvoll ist”, sagte ein Sprecher des Filmstudios. Universal gehört NBC Universal, einer Tochtergesellschaft von Comcast. AMC betriebt rund 1000 Kinos auf der ganzen Welt. Filmveröffentlichungen werden während der Coronakrise verschoben, da die Theater in den Vereinigten Staaten als Teil der präventiven Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus geschlossen wurden. Dies veranlasste die Studios, einige Filme direkt online zu veröffentlichen.

SAMSUNG ELECTRONICS - Seoul: Der südkoreanische Elektrikkonzern erwartet einen Gewinneinbruch im laufenden Quartal. Der Umsatzrückgang in der Unterhaltungselektronik wiege die Stärke im Chipgeschäft auf, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. “Umsatz und Gewinn des Produktgeschäfts, einschließlich Smartphones und Fernseher, werden voraussichtlich deutlich zurückgehen, da COVID-19 die Nachfrage beeinflusst und zu Filial- und Werksschließungen weltweit führt”, erklärte Samsung. Der Technologiekonzern hatte von der Nachfrage nach Servern und Computern profitiert, da Millionen von Menschen als Folge der Beschränkungen während der Coronakrise auf der ganzen Welt gezwungen sind, sich zu Hause ein Büro einzurichten. Doch der Verkauf von Fernsehern und Smartphones hat sich im Vergleich zum ersten Quartal verlangsamt, da rezessionsorientierte Verbraucher den Kauf von nicht-essentieller Unterhaltungselektronik verschieben - ein Trend, der in der globalen Tech-Industrie zu beobachten ist. Der weltweit führende Hersteller von Speicherchips und Smartphones meldete einen operativen Gewinn von 5,2 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sank um drei Prozent, während der Umsatz um 5,6 Prozent stieg.

STARBUCKS - Bangalore: Die Kaffeehauskette rechnet wegen der Coronavirus-Krise das zweite Quartal in Folge mit erheblichen Einbußen. Das Unternehmen muss infolge von Filialschließungen und Betriebsbeschränkungen in China einen Verlust zwischen 25 und 35 Prozent einstecken, teilte Starbucks mit. In der Volksrepublik, dem größten Wachstumsmarkt des US-Konzerns, blieben die Geschäfte den größten Teil des zweiten Quartals geschlossen, während Restaurants in den Vereinigten Staaten im März zu einem Mitnehm- und Lieferservice-Modell übergingen. Die Kaffeekette mit Sitz in Seattle verzeichnete für das zweite Quartal, das am 29. März endete, einen Rückgang der weltweit vergleichbaren Ladenverkäufe um zehn Prozent. Analysten hatten nach IBES-Daten von Refinitiv mit einem Rückgang um 9,71 Prozent gerechnet. Ohne Einmalposten verdiente das Unternehmen 32 Cent je Aktie, was den Erwartungen der Wall Street entsprach. Die Aktien des Unternehmens fielen im erweiterten Handel um rund zwei Prozent. (Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt, Wien, Zürich und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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